Corona-Impfung...?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt in Ihrem am 14.01.2021 erscheinenden Epidemiologischen Bulletin (2/2021) die COVID-19-Impfung (vorab Online).

Wer bekommt den Impfstoff zuerst?

In der 1. Stufe der Priorisierungsempfehlungen sollen folgende Personengruppen geimpft werden:

  • BewohnerInnen von Senioren- und Altenpflegeheimen
  • Personen im Alter von ≥ 80 Jahre
  • Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen
  • Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege
  • Andere Tätige in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu den BewohnerInnen

Soweit ein Impfstoff in ausreichender Menge verfügbar ist, erhalten weitere Personengruppen eine Impfung (Vgl. Epidemiologischen Bulletin (2/2021)).

Brandenburg setzt auf ein Callcenter

In Brandenburg erfolgt die Einladung für die Terminvereinbarungen zur Impfung nicht automatisch. Stattdessen soll laut dem Gesundheitsministerium ab dem 4. Januar ein Callcenter zur telefonischen Terminvergabe an den Start gehen.

Die Telefonnummer und die Personen, die dort zuerst anrufen können, will die Landesregierung demnach noch bekanntgeben. Am Telefon soll dann die Impfberechtigung der Anrufer abgefragt und dann schließlich Termin und Ort für die Impfung vereinbart werden.

Mit dem Verfahren will die Brandenburger Landesregierung eventuellen Missbrauch einer Online-Terminvergabe vermeiden. Erst im Laufe des kommenden Jahres wolle man auch online Terminbuchungen ermöglichen.

Welche Impfreaktionen sind bekannt?

Bezüglich der Verträglichkeit des zugelassenen Impfstoffes nimmt die STIKO wie folgt Stellung:

„Zunächst wird in Europa ein Impfstoff zugelassen sein (BNT162b2). In der Zulassungsstudie wurde für diesen eine Wirksamkeit gegen laborbestätigte COVID-19-Erkrankung von 94 % über alle Altersgruppen ermittelt. Die häufigste lokale Reaktion waren Schmerzen an der Einstichstelle (Impfung: 83 %; Placebo: 14 %). Unter den systemischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit (Impfung: 47 %; Placebo: 33 %), Kopfschmerzen (42 % vs. 34 %) sowie Muskelschmerzen (21 % vs. 11 %) die häufigsten Ereignisse. Über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehende gesundheitliche Schädigungen durch die Impfung wurden in den Zulassungsstudien nicht beobachtet. Wie bei anderen neuen Impfstoffen auch, können durch Zulassungsstudien selten auftretende Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden.“

Was sind die langfristigen Ziele?

„Das primäre Ziel einer COVID-19-Impfempfehlung für Deutschland ist es, schwere Verläufe und Tod durch COVID-19 größtmöglich zu reduzieren. In Abhängigkeit von der Wirksamkeit der Impfstoffe soll durch die Empfehlung auch die Transmission von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung reduziert werden. Folgende Impfziele wurden formuliert:

  • Verhinderung schwerer COVID-19-Verläufe (Hospitalisierung) und -Todesfälle
  • Schutz von Personen mit besonders hohem arbeitsbedingtem SARS-CoV-2-Expositionsrisiko (berufliche Indikation)
  • Verhinderung von Transmission sowie Schutz in Umgebungen mit hohem Anteil vulnerabler Personen und in solchen mit hohem Ausbruchspotenzial
  • Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens“

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